Dorn-Breuss Therapie - Fortsetzung

Behandlungsaufbau

Das Hauptprinzip der Dorn-Therapie wird durch das Bild „das Haus von unten aufbauen“ gut beschrieben. Kein kluger Mensch wird ein Haus ohne ein gutes Fundament bauen: Wenn das Fundament nämlich nicht in Ordnung ist, verzieht sich das Haus früher oder später und es entstehen Risse in den Wänden. Diese kann man zwar zuspachteln, aber wenn das Fundament nicht begradigt wird, kommen sie immer wieder und vergrößern sich. Wenn Beine und Becken kein gerades und stabiles Fundament bilden, entstehen Wirbelblockaden oder Skoliosen. Wie bei dem schiefen Haus muss zunächst das „Fundament“ gerichtet werden, um einen dauerhaften Behandlungserfolg zu ermöglichen. Mit der Behandlung durch den Therapeuten allein ist es allerdings nicht getan: Der Patient muss durch einfache regelmäßige Übungen dafür sorgen, dass sein „Fundament“ gerade bleibt.

Auch akute Schmerzen sind meist durch schon länger bestehende Fehlstellungen bedingt, vergleichbar mit den „plötzlich“ auftretenden Rissen in einem schon länger schiefen Haus. Unabhängig davon, mit welchen Beschwerden ein Patient in die Praxis kommt, folgt der Behandlungsablauf stets dem gleichen Schema. So ist gewährleistet, dass – zumindest in der ersten Behandlung – alle Gelenke „dran“ kommen und keins vergessen wird.

Wir bleiben bei der Haus-Analogie: Zunächst wird das Fundament gerichtet. Das heißt, dass zuerst die Beinlängen verglichen werden. Dann werden Sprunggelenke, Kniegelenke und Hüftgelenke behandelt: Nach jedem Schritt werden die Beinlängen wieder verglichen, um festzustellen, welche Gelenke vor der jeweiligen Korrektur blockiert waren. Nach diesem Behandlungsabschnitt sind die Beine in der Regel gleich lang. Anschließend wird die Lage des Beckens, sprich: der Beckenknochen zueinander und zum Kreuzbein und Steißbein, überprüft und gegebenenfalls korrigiert. Nun wird die Wirbelsäule von unten nach oben abgetastet und behandelt. Bei den Lenden- und Brustwirbeln orientiert sich der Therapeut an den Dornfortsätzen, bei der Halswirbelsäule an den Querfortsätzen. Jeder Wirbel wird einzeln kontrolliert und, wenn er blockiert ist, sofort gerichtet. Diagnose und Behandlung gehen fließend ineinander über. Abschließend werden noch Schultern, Ellbogen und Hände, sowie das Kiefergelenk behandelt. Zum Schluss der Behandlung bekommt der Patient noch auf ihn zugeschnittene Übungen gezeigt und erklärt, die er täglich selbständig durchführen soll. Dies ist notwendig, weil der Körper sich an die „falschen“ Gelenkstellungen gewöhnt hat und die „richtigen“ Stellungen noch instabil sind. Durch die Übungen bekommt der Körper immer wieder Impulse, die richtigen Gelenkstellungen beizubehalten.h2>Grundlagen der Dorn-TherapieWirbel und Gelenkskorrektur

Bei der Dorn-Therapie werden hauptsächlich verschobene Wirbel und subluxierte Gelenke behandelt. Diese führen zwangläufig im Laufe der Zeit zu Schmerzen und blockieren den harmonischen Fluss unserer Lebensenergie.

Ganzheitliches Vorgehen

Die Dorn-Therapie ist eine ganzheitliche Methode und wird somit immer versuchen den ganzen Menschen zu behandeln und nicht nur an den Symptomen ansetzen. Ein blockiertes Ileosacralgelenk kann z.B. einen Schmerz verursachen, der in die Leiste ausstrahlt aber auch verantwortlich für die Probleme im Knie oder Fußgelenk sein. Ein verrutschter Wirbel im Brustbereich kann auch Auslöser für Angina-Pectoris-artige Schmerzen sein und im weiteren Verlauf das Herz schädigen.

Da Körper, Geist und Seele immer eine Einheit bilden, könne Wirbelsäulen- und Gelenksprobleme auch Ausdruck für psychische Probleme sein.